Sicherheitsdilemma

Sicherheitsdilemma in der Politikwissenschaft: Eine Situation, in der Maßnahmen eines Staates zur Erhöhung seiner eigenen Sicherheit Reaktionen anderer Staaten hervorrufen, die wiederum eher zu einer Verringerung als zu einer Erhöhung der Sicherheit des ursprünglichen Staates führen.

Einige Wissenschaftler der internationalen Beziehungen haben argumentiert, dass das Sicherheitsdilemma die wichtigste Konfliktquelle zwischen Staaten ist. Sie sind der Ansicht, dass es im internationalen Bereich kein legitimes Gewaltmonopol gibt - das heißt, es gibt keine Weltregierung - und infolgedessen muss jeder Staat für seine eigene Sicherheit sorgen. Aus diesem Grund besteht das Hauptziel der Staaten darin, ihre eigene Sicherheit zu maximieren. Viele der zur Verfolgung dieses Ziels ergriffenen Maßnahmen - wie die Beschaffung von Waffen und die Entwicklung neuer militärischer Technologien - werden jedoch notwendigerweise die Sicherheit anderer Staaten beeinträchtigen. Eine Verringerung der Sicherheit anderer Staaten führt nicht automatisch zu einem Dilemma, aber andere Staaten werden eher nachziehen, wenn ein Staat bewaffnet. Sie können nicht wissen, ob der Bewaffnungsstaat seine erweiterten militärischen Fähigkeiten in Zukunft für einen Angriff nutzen wird.Aus diesem Grund werden sie entweder ihre eigenen militärischen Fähigkeiten verbessern, um das Kräfteverhältnis wiederherzustellen, oder sie werden einen Präventivangriff starten, um zu verhindern, dass der Bewaffnungsstaat das Gleichgewicht überhaupt stört. Wenn sie sich für die erste Option entscheiden, kann das Ergebnis eine Sicherheitsspirale sein, in der zwei (oder mehr) Staaten in einem Wettrüsten miteinander verbunden sind, wobei jeder Staat auf die Erhöhung der Waffenbeschaffung und der Verteidigungsausgaben des anderen Staates reagiert und beide anführt sich immer schwerer zu bewaffnen. Diese Situation kann langfristig zu einem Krieg führen.Wenn sie sich für die erste Option entscheiden, kann das Ergebnis eine Sicherheitsspirale sein, in der zwei (oder mehr) Staaten in einem Wettrüsten miteinander verbunden sind, wobei jeder Staat auf die Erhöhung der Waffenbeschaffung und der Verteidigungsausgaben des anderen Staates reagiert und beide anführt sich immer schwerer zu bewaffnen. Diese Situation kann langfristig zu einem Krieg führen.Wenn sie sich für die erste Option entscheiden, kann das Ergebnis eine Sicherheitsspirale sein, in der zwei (oder mehr) Staaten in einem Wettrüsten miteinander verbunden sind, wobei jeder Staat auf die Erhöhung der Waffenbeschaffung und der Verteidigungsausgaben des anderen Staates reagiert und beide anführt sich immer schwerer zu bewaffnen. Diese Situation kann langfristig zu einem Krieg führen.

Die Logik des Sicherheitsdilemmas wurde erstmals 1949 vom britischen Historiker Herbert Butterfield beschrieben. Der Begriff selbst wurde 1950 vom amerikanischen Politikwissenschaftler John Herz geprägt. Obwohl das Konzept besonders gut zur Konkurrenz zwischen den USA und dem Sowjet zu passen scheint Union während des Kalten Krieges, ihre Befürworter sehen es nicht als an eine bestimmte historische Ära gebunden. Ihrer Ansicht nach spiegelt es vielmehr die grundsätzlich tragische Natur des internationalen Lebens wider: Staatliche Akteure streben nach Frieden und Stabilität, geraten jedoch in militärische Konflikte.

Andere Wissenschaftler haben argumentiert, dass das Sicherheitsdilemma weitgehend irrelevant ist, da internationale Konflikte nicht das Ergebnis von "Status quo" -Mächten sind, die die Sicherheit maximieren wollen, sondern von "revisionistischen" Mächten, die die Macht maximieren wollen. Wenn alle Staaten Status-Quo-Mächte wären, so haben solche Kritiker argumentiert, wäre ein militärischer Konflikt äußerst selten, da die Welt aus Status-Quo-Mächten bestehen würde, die ihre gütigen Absichten signalisieren wollen.